domenica 9 novembre 2014

Vom Abgrund nemlich di Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Vom Abgrund nemlich haben
Wir angefangen und gegangen
Dem Leuen gleich, in Zweifel undÄrgerniß,
Denn sinnlicher sind Menschen
In dem Brand
Der Wüste
Lichttrunken und der Thiergeist ruhet
Mit ihnen. Bald aber wird, wie ein Hund, umgehn
In der Hizze meine Stimme auf den Gassen der Gärten
In denen wohnen Menschen
In Frankreich
Der Schöpfer
Frankfurt aber, nach der Gestalt, die
Abdruk ist der Natur zu reden
Des Menschen nemlich, ist der Nabel
Dieser Erde, diese Zeit auch
Ist Zeit, und deutschen Schmelzes.
Ein wilder Hügel aber stehet über dem Abhang
Meiner Gärten. Kirschenbäume. Scharfer Othem aber wehet
Um die Löcher des Felses. Allda bin ich
Alles miteinander. Wunderbar
Aber über Quellen beuget schlank
Ein Nußbaum und                     
               sich. Beere, wie Korall
Hängen an dem Strauche über Röhren von Holz,
Aus denen
Ursprünglich aus Korn, nun aber zu gestehen, bevestigter Gesang von
                                                                          
                                                             Blumen als
Neue Bildung aus der Stadt, wo
Bis zu Schmerzen aber der Nase steigt
Citronengeruch auf und das Öl, aus der Provence, und es haben diese
Dankbarkeit mir die Gasgognischen Lande
Gegeben. Gezähmet aber, noch zu sehen,und genährt hat mich
Die Rappierlust und des Festtags gebraten Fleisch
Der Tisch und braune Trauben, braune
                                                                      und mich leset o
Ihr Blüthen von Deutschland, o mein Herz wird
Untrügbarer Krystall an dem
Das Licht sich prüfet wenn             
                                                 Deutschland